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Lampedusa in Hamburg – Infoveranstaltung und Freundschaftsspiel

Du bist Sankt Pauli? Du lebst das, was da immer wieder im Stadion gefordert wird? Und du bist bereit, für deine Ideale einzutreten? Deine Stunde ist gekommen!

Seit fast zwei Monaten leben mehrere Dutzend Flüchtlinge aus Afrika in der St.-Pauli-Kirche am Pinnasberg 80. Andere Angehörige der insgesamt rund 300 Personen umfassenden Gruppe “Lampedusa in Hamburg” schlafen in weiteren Kirchen, Moscheen, Privatwohnungen und sonstigen informellen Unterkünften. Vor dem Krieg in Libyen geflohen, die mörderische Überfahrt über das Mittelmeer überlebt und mehrere Monate unmenschliche Auffanglager hinter sich gelassen, fanden diese Menschen in Hamburg, dem ‘Tor zur Welt’, nur die kalte Schulter der Politik. Nur? Nein!

FLYER_Lamp_FiM-1Sankt Pauli, ein ganzer Stadtteil und viele weitere engagierte Menschen zeigen, dass es auch anders geht. Helfen kann jeder – seien es Spenden an allerlei lebensnotwendigen Dingen, sei es Wäsche waschen, sei es organisatorisches Engagement oder sei es, einfach nur zuzuhören. Die Menschen rund um die St.-Pauli-Kirche, beim Infozelt am Steindamm und an allen anderen Anlaufstellen brauchen Ausdauer, Geduld und eure Unterstützung. Denn niemand weiß, wie lange wir noch weiterkämpfen müssen, bis es zu einer menschenwürdigen Lösung kommt.

Um euch alle Möglichkeiten zur Unterstützung genau zu erläutern, findet am 1. August um 18.30 Uhr in den Fanräumen im Millerntor eine Informationsveranstaltung statt. Dort sprecht ihr mit Vertreter_innen der Fanszene, mit den Mitarbeitern und den Ehrenamtlichen und natürlich mit den Flüchtlingen selbst. Kommt vorbei, informiert und werdet Teil eines beispiellosen Netzwerks der Menschlichkeit. Sankt Pauli leuchtet nur hier!

Wer jetzt schon seine Hilfe anbieten kann, wendet sich vorab per E-Mail an fcsphilftlampedusa@gmx.de.

Im Anschluß, ab 20.15 Uhr spielen die Flüchtlinge Fußball auf den Plätzen an der Feldstraße – Alle hin da!

Veröffentlicht von

Hugo Kaufmann

Geboren nahe einem Bauernhof in Norddeutschland wuchs Hugo in ländlicher Idylle auf. Von der Ruhe genervt zog er mit Anfang 20 in die weite Welt hinaus, getrieben von dem Ziel fortan an jeder etwas größeren Revolution teilzunehmen. Letztlich strandete er in Hamburg, wo der FC Sankt Pauli sein Revolutionsersatz wurde. Er glaubt weiter an das schöne Leben in der klassen- und herrschaftslosen Gesellschaft, weiß aber, mit Sankt Pauli wird das nicht erreicht. Es folgte die Flucht in digitale Welten, wo er das Lichterkarussell im alkoholisierten Überschwang “erfand”. Fehlende Ahnung wird seither mit exzessivem Fremdwortgebrauch zu kaschieren versucht. Halbwegs gebildete Menschen durchschauen das natürlich sofort. Motto: “Auch wenn alle meiner Meinung sind, können alle unrecht haben.”